Die Gründung der Blaskapelle Kipfenberg basierte auf einem langem Wunsch des damaligen Bürgermeisters Heinrich Haderer, der Gerhard Julius Beck irgendwann am Volksfest in Eichstätt ansprach und den Wunsch äußerte, er solle in Kipfenberg eine Blaskapelle aufbauen. Darauf hin begann 1983 zunächst der Unterricht in der neugegründeten Musikschule Kipfenberg. Bereits im Oktober stand der Aufruf zu einer Gründung der Kapelle im Eichstätter Kurier.

Dem Aufruf folgten zunächst sechs Musikanten, für eine Gründung einer Blaskapelle zu wenig, aber immerhin ein Anfang. Mit den ersten Proben wurde am 7.10.83 begonnen. Der erste Auftritt der Blaskapelle erfolgte schließlich am 17. Juni 1984 beim Sonntagsgottesdienst. Durch Werbung gelang es im Laufe der Jahre einige Bläser dazuzugewinnen, aber vor allem stand die Ausbildung von Nachwuchsbläsern im Vordergrund. Über die Musikschule Kipfenberg gelang es schließlich, so viele junge Leute zu aktivieren, dass eine leistungsfähige Blaskapelle entstand.

 

 

 

Bis hin zur Gründung eines Fördervereins Blaskapelle Kipfenberg 1989 e. V. trug die Kapelle den Namen "Blaskapelle der Musikschule Kipfenberg". Mit dem steigenden Können wuchs natürlich auch die Zahl der Einsätze, der alljährliche Höhepunkt war das Jahreskonzert.

 


Die regelmäßigen und intensiven Proben und die Herausforderung durch zahlreiche Engagements bewirkten auch, dass Kapellmeister Gerhard Julius Beck gesteigerten Wert auf Leistung, Aus- und Fortbildung legte. Und so ließen die ersten Leistungsabzeichen des Mittelbayerischen Musikverbandes auch nicht lange auf sich warten. Am 28.2.1988 erhielten dann in Anwesenheit von Bezirksdirigent Hans Speth und Bezirksvorsitzendem Rudolf Schreiber einige Musiker das bronzene Leistungsabzeichen.

 

Vereinsgründung:
Lange Jahre vergingen bis aus der lose bestehenden Schar von aktiven Musikern und einem interessierten Kreis von fördernden Mitgliedern ein Verein im Sinne des bürgerlichen Rechts wurde. Am 24.2.1989 war es dann so weit, als im Gasthof "Alter Peter" in Kipfenberg eine Versammlung stattfand. 38 interessierte Bürgerinnen und Brüger waren anwesend.

Zum damaligen Zeitpunkt wurde die Vorstandschaft, wie folgt zusammengesetzt.

1. Vorsitzender: Christian Weiß, Kipfenberg
2. Vorsitzender: Helmut Lehmeyer, Grösdorf
Schriftführer: Alois Mayer, Rapperszell
Kassier: Christine Schön, Grösdorf
Notenwart: Anton Trost, Böhming
Jugendvertreter: Thomas Ettle, Kipfenberg
1. Beisitzer: Josef Groß sen., Kipfenberg
2. Beisitzer: Eduard Schnepf, Böhming

Die Versammlung beschloss an diesem Abend auch gleich eine Beitragsordnung. Ein anonymer Spender ließ dem "neu geborenenen" Verein eine Spende als "Startkapital" zukommen.

Nach und nach kamen immer wieder mehr Auftritte dazu. Ein Erlebnis war der Besuch des Marktgemeinderates und der Blaskapelle in der Gemeinde Witzhave bei Hamburg. Durch die Kontakte der beiden Bürgermeistern Schuhmann und Weiß, kam es zu einer eindrucksvollen Begegnung von Land und Leuten, wobei die ganztägige Fahrt auf dem Minentransporter "Sachsenwald" auf der Ostsee den absoluten Höhepunkt dieser Reise bildete. Eine Seenotrettungsübung, an der sich auch Musiker beteiligten, hinterließ bleibende Erinnerungen. Die damit geknüpften Bande sollten sich weiter fortsetzen und so reiste die Blaskapelle am 2.12.86 erneut nach Witzhave, um dort das zehnjährige Bestehen des Gemeindezentrums maßgeblich mitzugestalten. Die großen Presseberichte über unsere Besuche in Witzhave zeugten von der Beliebtheit ber Bayerischen Blasmusik im hohen Norden.

Als "Trainingslager" dienten die jährlichen Probenwochenenden im Kloster Metten; es wurde erstmals 1990 durchgeführt. Geprägt wurden diese Tage im September stets vom geselligen Beisammensein aller Musiker ebenso wie von einer intensiven Probentätigkeit. Auch genüßliche Verpflegung fehlte nie.

Bei einer Liveübertragung am Hl. Abend 1990 vom Kipfenberger Marktplatz war unsere Blaskapelle erstmals im Rundfunk zu hören. Bei dieser Radiosendung galt es, das sogenannte Bayernrätsel aufzulösen. Die Frage lautete damals: "Wie hoch liegt am heutigen 24.12 der Schnee am geographischen Mittelpunkt Bayerns?": Antwort: Damals lag keiner!!!

Nachdem Qualität und Leistung der Blaskapelle Kipfenberg inzwischen ein bemerkenswert hohes Niveau erreicht hatten, wagte man sich erstmals an ein öffentliches Konzert. So traf man sich am 30.11.1991 im vollgefüllten Hopfner-Sall in Grösdorf zum 1. Konzert der Blaskapelle Kipfenberg.

 

 

Auch die Gungoldinger Jagdhornbläser waren dabei. Das Konzert war ein voller Erfolg, und der Eichstätter Kurier schreib darüber: "Zackiger Beginn und imposantes Finale - erster Konzertabend der Blaskapelle Kipfenberg vor begeistertem Publikum". Der Anfang war damit gemacht und seither findet jedes Jahr das traditionelle Konzert statt.

 


Ein Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte war das 25. Musikfest des Bezirkes Mittelbayern. Unter dem Motto "Pate gesucht" fuhren Musikanten und Vorstand der Blaskapelle Kipfenberg nach Neuburg, um für das Musikfest die Patenschaft zu erbitten.

 

 
von links: Gerhard Julius Beck, Helmut Lehmeyer, Josef Groß sen. und Christian Weiß